? ? ? ? ?

Kochen für
Angeber

Melonenkaviar und gefrorene Parmesanluft: Was futuristisch klingt, steht in der Molekularküche – oder der „kulinarischen Physik“ – längst auf dem Tagesmenü. Das Prinzip: Köchinnen und Köche erkunden, wie sich Lebensmittel verändern, wenn man sie erhitzt, abkühlt und mit Substanzen aus wissenschaftlichen Laboren zusammenbringt. Das Ergebnis sind in ihrer Gestalt komplett veränderte Nahrungsmittel, die richtig gut schmecken!

Ihr habt Lust auf cremiges
Lakritz-Kürbis-Eis
oderHonig-Kaviar im Müsli?

Im Video verrät euch unser Chefkoch Nitro seine Tricks aus der Molekularküche!

>

Für dein eigenes Eiskonfekt brauchst du:

  • 100g dunkle Schokolade
    (70% Kakaoanteil)
  • 100g Kokosöl
  • 5 Tropfen Orangenaroma

Zur Dekoration:

  • Zuckerersatz Erythritol
  • Rote-Beete-Saft oder -Pulver
  • Rosmarin, Thymian oder Minze

Zuerst die Schokolade auf 50 Grad erwärmen, bis sie schmilzt. Dann das Kokosöl einrühren. Zum Schluss das Orangenöl hinzugeben.

Die ganze Masse anschließend in eine Silikon-Eiswürfelform füllen und stufenweise abkühlen lassen. Dazu solltest du die Form erst an einen kühlen Ort in der Wohnung (z. B. in den Keller) und dann in den Kühlschrank stellen, bis sie ganz kalt geworden ist.

Und wo bleibt jetzt die MINTmagie? Ganz einfach: Wenn das Konfekt schnell schmilzt, reicht die Blutzufuhr nicht mehr aus, um die Zunge zu erwärmen – ihre Temperatur fällt unter 27 °C. Der Trigeminusnerv (führt zum Gehirn und fühlt zum Beispiel Temperatur oder Schmerz) signalisiert „kühl“. Dieses Signal wird zudem durch das schnelle Lösen des Zuckerersatzes Erythritol unterstützt.

Ist das Eiskonfekt fest geworden, kannst du es servieren. Für die Dekoration kannst du deiner Fantasie freien Lauf lassen! Inspiration dafür und eine detaillierte Anleitung gibt’s in diesem Video mit dem Wissenschaftler Professor Thomas Vilgis!

Essen ist fertig!

Wie im Schlaraffenland: Essen aus dem 3-D-Drucker ist längst keine ferne Utopie mehr. Astronautinnen und Astronauten können sich vielleicht schon bald im All ihre eigene Pizza drucken – und du dir zuhause ein leckeres Schloss aus Schokolade.

Wie geht das?

Wie geht das? 3-D-Drucker kennst du bestimmt schon. Mit ihnen können Modelle aus Kunststoff gedruckt werden: verlorene Spielfiguren, Schmuck oder Handtuchhaken zum Beispiel. Sie können aber noch viel mehr: Mit verändertem Ausgangsmaterial kann sogar Essen kreiert werden – und zwar in ganz anderen Formen, als du es gewohnt bist.

Was soll das?

Zunächst einmal können mit dem sogenannten „Foodprinting“ individuelle Menüs gezaubert werden. 3-D-Pasta oder 3-D-Fruchtgummi zum Beispiel, aber auch ganze Miniatur-Bauwerke aus Schokolade. Die Kunstwerke werden dann unter anderem auf Food-Messen präsentiert. Aber nicht nur in puncto Kreativität können sich die dreidimensionalen Produkte sehen lassen: Sie sind auch praktisch, zum Beispiel bei der Herstellung von Astronautennahrung.

Was hat die NASA damit zu tun?

Der NASA-Partner „Systems & Materials Research Corporation“ (SMRC) will einen Drucker entwickeln, der auf einer beheizten Unterlage eine Pizza herstellt: Zuerst kommt der Boden, dann eine Art Tomatensauce, zuletzt die Proteinschicht. Alle Zutaten werden dafür in Pulverform in das Gerät gefüllt und kurz vor Druck mit Wasser und Öl zu einer druckfähigen Masse verarbeitet. Gut geeignet also, um auch im All eine Pizza drucken zu können! Wie das Ganze dann aussieht, könnt ihr euch im Video der NASA mal genauer anschauen.